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Aus der Welt des Weins

Vier Weine gegen Rio - Olympia wirft seine Schatten voraus

Kinders, wie die Zeit vergeht - am 5. August beginnen die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Ähnlich wie das Schauspielergespann Bud Spencer und Terence Hill (Vier Fäuste gegen Rio) treten unter anderem vier Weine des Weinguts Anselmann aus der Pfalz den Weg gegen Rio an. Ob sie ähnlich schlagkräftige Argumente vorbringen können, soll die Verkostung zeigen.

Wie schon vor einigen Tagen berichtet, werden die Weine des Weinguts Anselmann exklusiv im Deutschen Haus für alle geladenen Gäste der Olympischen Spiele in Rio ausgeschenkt. Damit wir uns selbst schon ein klein wenig wie Olympioniken fühlen können, haben meine TestCrew und ich die Weine - von der Agentur meister-plan zur Verfügung gestellt - bereits getestet.

Den Reigen eröffnete der 2014er Weißburgunder, der seine rebsortentypischen Aromen schon beim ersten Schnuppern offenbart: Apfel, Birne, Quitte, Aprikose und Anklänge von frischer Ananas. Da lief uns direkt das Wasser im Mund zusammen. Im Mund zeigt er zudem Noten von Nüssen und Melone.
Wer sich Zeit nimmt, kann eine Menge in diesem Wein entdecken. Auf Grund seine milden Säure, nimmt man jedenfalls liebend gern ein Glas mehr.

Der 2015er Riesling besticht durch sein fruchtbetontes Aroma: grüne Äpfel, Aprikosen und Zitrusfrüchte. Am Gaumen ist er trocken, fruchtig und wird durch eine milde Säure getragen.
Der TestCrew gefiel der weiche Schmelz, der den Wein insgesamt sehr harmonisch trinken lässt.
Zugleich hätte er für uns aber noch ein wenig komplexer und eigenständiger sein dürfen. Wie heißt es doch so schön? Über Geschmack lässt sich lange diskutieren ...



Rotweine aus der Rebsorte St. Laurent testen wir eher selten. So freuten wir uns umso mehr, als wir den 2014er St. Laurent des Weinguts erschnuppern konnten: Heidelbeere und Brombeere sind die beiden vorherrschenden Aromen. Der erste Schluck brachte mit Himbeere noch eine weitere fruchtige Note zum Vorschein. Mit seinen gut eingebundenen Gerbstoffen, der deutlichen Fruchtigkeit und einem mittleren Körper, ist es für uns eine schöne Alternative für den unkomplizierten Genuss. Qualitativ ordnen wir die Rebsorte zwischen elegantem Spätburgunder und eher leichterem Dornfelder ein.

Zum Abschluss genossen wir den 2012er Cabernet Sauvignon vom Edesheimer Ordensgut, der nach der Gärung 10 Monate in neuen Barriques gelagert wurde. Kaum ins Glas geschenkt, verströmt er bereits die Aromen, die wir von dieser Rebsorte und der Lagerung im Holzfass erwartet haben: Cassis (schwarze Johannisbeere), rote Paprika und Vanille.

Häufig ist es bei deutschen Weinen aus dem Barrique so, dass sie uns beim Riechen gefielen, beim Trinken jedoch enttäuschten. Daher waren wir alle neugierig, was unsere Minen nach dem ersten Schluck ausdrücken würden. Wir schauten reihum in erfreute Gesichter: der Wein ist tief, komplex, weist sehr schön eingebundene Tannine und eine milde, stützende Säure auf. Die Holzaromen (Vanille, geröstetes Brot) drängen sich nicht in den Vordergrund und sind gut integriert.

Mir liegt es bekanntlich fern, Weine über den grünen Klee zu loben. Hier kann ich es jedoch nicht anders: Dieser Cabernet ist für einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 10,00 Euro herausragend.

Die Gäste des Deutschen Hauses in Rio sollten sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, die Weine des Hauses Anselmann ausgiebig zu genießen.


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