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Aus der Welt des Weins

1. Weißweinparty mit Farbwechsel im Landesweingut Kloster Pforta

Am vergangenen Samstag (11. Juni 2016) hatte ich das Vergnügen, die 1. Weißweinparty des Landesweinguts Kloster Pforta besuchen zu dürfen. Eingeladen hatte mich die Marketingleiterin Josephine Markwitz und so konnte ich bei perfektem Wetter das stilvoll gestaltete Ambiente zusammen mit den anderen Gästen genießen.


Impressionen
- Impressionen | Weißweinparty Kloster Pforta 11. Juni 2016 -

Nach dem freundlichen Empfang und dem Begrüßungssekt, konnten die Gäste neben modernen weißen Relaxsesseln eine große Stahlpyramide im Innenhof entdecken, die zum ersten Staunen und Nachdenken anregte. Im Laufe der Veranstaltung präsentierte die Akrobatin AnneKa in regelmäßigen Abständen atemberaubende Figuren am Vertikaltuch, so dass das Geheimnis dieser Stahlkonstruktion im Innenhof schnell gelüftet wurde.

Daneben wurde das Auge durch die im Hof verteilten Skulpturen und Plastiken des Bildhauers Stefan Hutter in ihren Bann gezogen, die für mich perfekt ins Bild dieses Events passten.

Genuss mit allen Sinnen

Natürlich wurden nicht nur die Augen angesprochen. Wie sollte es bei einer Weißweinparty auch anders sein, wurden natürlich tolle Weine zur ausgiebigen Verkostung angeboten.

Neben den Guts- und Lagenweinen des Landesweinguts konnten zudem ausgewählte Weine des Projekts Breitengrad 51 sowie zwei weiße "Bergsterne" des Weinguts Klaus Böhme genossen werden. Passend zu den Weinen wurde ein passendes Flying Buffet gereicht, so dass die Gäste rundum versorgt wurden.

Untermalt wurde das gesamte Programm von einer Jazzband, welche die gesamte Party stimmig untermalte.

Die Premiere - Farbwechsel

- Philipp Maushacke -
einer der sechs "Weinmacher"
Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die Neuvorstellung des Weins "Farbwechsel". Ein streng limitierter Grauburgunder, der von den sechs Auszubildenden des Landesweinguts Kloster Pforta in Eigenregie hergestellt wurde.

Namensgebend für den Wein war die Idee, einen Grauburgunder herzustellen, der nicht nur mit seinem Geschmack, sondern im Stile eines sogenannten Orange Wines auch mit seinem besonderen Farbspiel verzaubern soll. (Es handelt sich dabei nicht um einen Natural Wein, bei denen die orangefarbenen Weißweine recht häufig anzutreffen sind.)

Die Trauben für diesen besonderen Wein werden zunächst in einer Mühle zerdrückt, so dass ein dickflüssiger Brei aus Fruchtfleisch, Traubenkernen, Schalen und Saft entsteht - die sogenannte Maische.

Normalerweise bleibt der Traubensaft bei Weißweinen nur 1 bis 6 Stunden auf der Maische stehen, bevor er abgepresst und vergoren wird. In diesem Fall entschieden sich die sechs "Weinmacher" jedoch für eine Maischestandzeit von 14 Tagen, so dass die Farbe aus den rotfarbigen Beerenhäuten des Grauburgunders extrahiert wurde. In dieser Hinsicht ähnelt die Herstellung einem Rotwein und führt aufgrund der Farbausbeute zu orangen Farbreflexen im späteren Wein.

Der Wein reifte anschließend von Anfang November 2015 bis Ende Mai 2016 Monate in einem 600 Liter Holzfass bevor er Ende Mai 2016 abgefüllt wurde. Mir gefiel der Wein ausgesprochen gut, da das Konzept der sechs Azubis wirklich harmonisch aufging: ausdrucksstarke Frucht, milde Säure und tolles Trinkvergnügen. Wer einen Schluck des Farbwechsels ergattern möchte, muss ausgesprochen schnell sein, der Wein ist streng limitiert.

Immer einen Besuch wert

- Marika Böhme -
Weingut Böhme & Töchter
Eine detaillierte Beschreibung der weiteren verkosteten Weine würde den Umfang dieses Artikels sprengen. So viel sei zumindest verraten: Wenn selbst ich, der eher kritisch den Weinen von Saale-Unstrut gegenüber steht - ein Strahlen im Gesicht hatte, wirst Du es beim Genuss der Weine wahrscheinlich auch haben.

Schau doch mal in die Veranstaltungskalender der teilgenommenen Weingüter - sie sind allesamt verlinkt. Ich weiß, dass es viele tolle Gelegenheiten gibt, die Weine vor Ort zu verkosten und die jeweiligen Winzer persönlich kennen zu lernen. Es lohnt sich definitiv! 

Ehre, wem Ehre gebührt: Mein persönlicher Dank gilt Franziska Zobel (Weinbauleiterin, Landesweingut Kloster Pforta), Christoph Lindner (Kellermeister, Landesweingut Kloster Pforta) und Philipp Maushacke (Auszubildender, Landesweingut Kloster Pforta) sowie Marika Böhme (Weingut Böhme & Töchter), Elisabeth Born (Weingut Born) und Anne Meinhardt (Gebietsweinkönigin 2013 - für das Weingut Klaus Böhme).

Ihr habt mich nicht nur kompetent informiert, sondern mir die Weine Eurer Region überaus charmant und herzlich näher gebracht! 
Vielen Dank dafür, ich freue mich schon auf ein baldiges Wiedersehen auf dem Weingut oder anderswo.

Impressionen
- Impressionen | Weißweinparty Kloster Pforta 11. Juni 2016 -

Kleines Fazit zum Ende: Aller Anfang gilt bekanntlich als schwer und so wünsche ich den Veranstaltern, dass in den kommenden Jahren noch mehr Weinfreunde dem Ruf der Weißweinparty folgen. Das Konzept, das Programm und das Ambiente hätten es jedenfalls mehr als verdient.

Kommentare:

Maike hat gesagt…

Schade, dass nicht alle 6 Auszubildenden auf das Foto gepasst haben. Das wäre repräsentativer gewesen.

WMCS & Friends hat gesagt…

Hallo Maike,

vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich habe mich aus zwei Gründen bewusst für das Foto nur eines Auszubildenden entschieden:

1. Philipp hat mir persönlich, freundlich und aktiv alle Weine des Hauses näher gebracht, und
2. Zur Weißweinparty waren nur fünf der Auszubildenden anwesend, somit hätte ich nicht alle zeigen können.

Kannst Du meine Beweggründe nachvollziehen?