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Aus der Welt des Weins

Nachtrag - Jungweinprobe 2013

Zu der Dame, die die Kellerführung durchführte (siehe gestrigen Artikel), muss ich doch noch zwei "Anekdoten" erzählen. Im Rahmen Ihrer Gesamtabhandlung Weinwissen - vor der eigentlichen Kellerführung - stellte sie  als "Weinkennerin" nebenbei auch die Unterschiede zwischen dem unterschiedlichen Leistungsvermögen des Geruchs- und Geschmacksinns vor. So vertrat sie die Ansicht, dass der Mensch über sechs Geschmackssinne verfüge: Süß, Salzig, Bitter, Sauer, Umami und ButtersäureButtersäure, als eigener Geschmackssinn; das nenne ich eine gewagte Aussage. Ich enthielt mich einer Zwischenbemerkung, schließlich hätte es gut sein können, dass die Wissenschaft diesen Geschmackssinn mittlerweile wirklich verifiziert hat. Meine anschließenden Recherchen zu diesem "neuen" Sinn verliefen, wie nicht anders erwartet, ergebnislos. Oder hat jemand eine Quelle für mich, die ihre Aussage unterstützt?

Während der Kellerführung, wir befanden uns gerade im Bereich mit den Großtanks, sprach Sie von den tollen Qualitätsbemühungen seitens der Winzervereinigung und führte die grüne Lese an, die u.a. darin resultiert, dass "nur" 70 hl/ha geerntet werden. Da konnte ich mit eine spontane und zugegebenermaßen provokante Nachfrage nicht mehr verkneifen. So fragte ich sie, ob sie unter 70 hl/ha wirklich Qualität verstehen würde. Sie unterstrich dieses sehr resolut als ein Indiz für die hohe Qualität der produzierten Weine. Leider konnte ich diese Aussage nicht völlig unkommentiert im Raum stehen lassen und erwiderte, dass ich einen derartigen eher als Masse in Saale-Unstrut bewerten würde. Da ich sie und die anderen Teilnehmer der Führung nicht in eine weitergehende Diskussion verwickeln wollte, beließ ich es bei dieser Äußerung. 
Aber heute habe ich zwei Tipps für die Dame: Die Erntemenge 2012 galt in Saale-Unstrut als sehr gering, die Erträge lagen durchschnittlich bei rund 37 hl/ha, sollte sich ihr angegebener Wert von 70 hl/ha nur auf 2012 beziehen, ist die Frage der Qualität schnell geklärt. Bezog sich ihre Aussage jedoch auf den Jahresdurchschnitt im gesamten Anbaugebiet, sollte sie, so wie ich, die Aussagen des zuständigen Landesverbandes lesen - dort wird festgehalten, dass die durchschnittlichen Erträge aller Winzer des Anbaugebiets Saale-Unstrut (Zeitraum 1994-2011) bei 50hl/ha liegen.



Kommentare:

Genusslady hat gesagt…

Ein "Hoch" auf die Wissenschaft, Buttersäure, grüne Lese für 70hl/ha.... wie kann derart schlecht ausgebildetes Personal in einer (was für einer auch immer) Kellerei arbeiten???

Anonym hat gesagt…

Da hat aber Einer die Weisheit mit Löffelchen gefressen.

Huub Dykhuizen hat gesagt…

Hallo Anonymus,

Deinen Kommentar lasse ich hier selbstverständlich stehen, da jeder das Recht hat, seine Meinung hier zu vertreten. Aber manchmal wünschte ich mir dann doch, dass ausreichend Cojones vorhanden sind, um bei fragwürdigen Kommentaren in einen wirklichen und vor allem offenen Dialog treten zu können.

Huub

Anonym hat gesagt…

Zur Buttersäure

Bitte schau unter Fette bei Wikipedia nach!! Dort findet man unter eigenschaften die Erklärung.


http://de.wikipedia.org/wiki/Fette

Es gibt auch einfache Erklärungen zur grünen Lese. Fachleute fragen.
Das Gesagte ist korrekt.

Huub Dykhuizen hat gesagt…

Auch wenn ich ungern mit Personen, die sich hinter ihrer Anonymität verstecken, in einen Dialog trete, gehe ich auf den Kommentar gerne ein.

Den Eintrag in Wikipedia kannte ich bereits - und dort steht, dass es Hinweise auf einen Geschmacksrezeptor für Fette allgemein gibt. Somit ist es noch nicht eindeutig und auch wenn Buttersäure zu den Fetten gehört, so gibt es defintiiv keinen eigenständigen Geschmackssinnn namenes Buttersäure.

Die grüne Lese als solches stelle ich nicht in Frage und unterstelle nicht, dass diese nicht durchgeführt wurde. Nur der Schluss, der daraus vor Ort vorgetragen wurde, ist und bleibt für mich nicht korrekt.

Also, wenn Du weiterhin kommentieren möchtest, dann tritt in einen offenen Dialog ein. Jedenfalls habe ich mich nun entschlossen, die Möglichkeit für anonyme Kommentare zu deaktivieren.

Huub

Genusslady hat gesagt…

Ich bin für offene, konstruktive und ehrliche Diskussion. Ich freu mich, dass du diese These in den Schutz nimmst!!

Gruß