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Aus der Welt des Weins

Soprasasso - Ripasso DOC Valpolicella 2008

Valpolicella – eine geschützte Ursprungsbezeichnung mit tollem Klang, für den in dieser Region (Venetien, Provinz Verona) erzeugten Wein. Dieser Name ist bei mir zugleich verbunden mit Erinnerungen an einfachste Weine aus 3-Literflaschen in so mancher Pizzeria. Das ist kein gutes Omen, für die anstehende Verkostung des Soprasasso vom Produzenten MGM Mondo del Vino.

Zunächst fällt der Wein durch seine dunkle, schwere, bauchige Flasche auf, die bei so manchem Weintrinker sicher gleich eine hohe Qualität des Weins suggeriert. Dazu ein schickes, in schwarz gehaltenes Etikett mit roter Schrift und stylischen Kieselsteinen. Beim Anblick des ansprechenden Etiketts fragte ich mich direkt, ob der Wein den sprichwörtlichen Stein im Brett bei mir haben wird.

Nachdem ich den Naturkorken aus der Flasche zog, floss tiefroter Wein ins Glas, der Aromen von dunklen Früchten (Dörrpflaume, Kirsche und ein wenig Rosine) geradezu versprühte. Diese tollen Fruchtaromen werden begleitet von Gewürzen und Kakao. Meine Nase hat dieser Wein jedenfalls im Sturm erobert.

Auf dem Etikett steht, dass der Wein im Ripasso-Verfahren vinifiziert wurde. Bei diesem aufwendigen Verfahren, wird der Wein ein zweites Mal mit dem Trester eines Amarone vergoren. Dadurch kann der Wein den typischen, leicht rosinenartigen Geschmack eines Amarone annehmen, ist aber insgesamt preiswerter. Nach einer einjährigen Reifung in Fässern aus slawonischer Eiche wurde der Wein abgefüllt und ich musste wirklich aufpassen, dass mich der Wein nicht mit seiner harmonisch weichen und vollmundigen Art in kürzester Zeit ebenfalls abfüllt.

Zunächst fließt er sehr druckvoll in den Mund, verführt dann mit einer nicht erwarteten weichen Struktur und das tolle Finale lässt den Wein noch lange Zeit im Mund nachhallen. Da musste ich wirklich aufpassen, dass ich mein Weinglas nicht zu schnell leerte und wieder auffüllte. Mit einem Alkoholgehalt von 14% vol. gehört er jedenfalls nicht zu den leichten Weinen, auch wenn er alles andere als alkoholschwer wirkt. Dieser Wein bleibt auf jeden Fall in bester Erinnerung und hat so gar nichts, mit den eingangs erwähnten 3-Literflaschen zu tun. Er schmeckt sicher prima zu typischen italienischen Fleischgerichten, weiß aber auch als Solist zu bezaubern. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass ich diesen Wein nicht zum letzten Mal getrunken habe.


Carmen Hillebrand (Abteilungsleiterin Social Media - METRO) bat mich diesen Wein für sie zu verkosten und ich kam diesem Wunsch sehr gerne nach. Der Artikel kann dort auch direkt auf dem Genussblog gelesen werden.

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