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Aus der Welt des Weins

Sektschalen und weibliche Brüste

Um einigen Kritikern meines Blogs gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: Nein - ich bin kein Mensch, der ständig an die weibliche Anatomie - beziehungsweise an zwei besondere Teile davon - denkt. Oder vielleicht doch? 

Es könnte zumindest dann zutreffend sein, wenn ich an Champagner oder an Sekt denke. Allerdings geht es mir dabei nicht um weibliche Brüste im Allgemeinen sondern um die Brüste von Marie Antoinette im Speziellen ...
Kleiner Exkurs, um von den Brüsten kurzfristig abzulenken: die traditionelle Champagnerschale hat einen Inhalt von 160 ml und entspricht somit in etwa einer Viertelflasche, und zugleich ist sie bekanntermaßen für den wahren Genuss von Champagner und anderen Schaumweinen nicht wirklich geeignet. Dennoch sind sie immer wieder zu sehen, und das auch auf großen Festivitäten. Aber warum sind sie nicht geeignet? Zum Einen hört der Champagner auf Grund der großen Oberfläche in der Schale sehr schnell auf zu moussieren (fein zu perlen) und schmeckt somit nur noch langweilig und schal. Zudem wird er im Regelfall auch viel zu schnell warm, da Schale und Stiel sehr eng beieinander liegen und so wird das prickelnde Getränk von der Hand aufgewärmt, wenn die Schale nicht gleich geleert wird. Andererseits scheint all das manchen Menschen (insbesondere Männern) egal zu sein, wenn wie geradezu versonnen an der Schale nippen ...

Sie erinnern sich dabei ganz sicher an die Legende eines Porzellankünstlers aus Sèvres, der Champagnerschalen für den Bauernhof Marie Antoinettes formen sollte. Dabei nahm er angeblich die Form von den Brüsten der im Schlosspark von Rambouillet (in der Nähe von Versailles) ruhenden Auftraggeberin ab. Die Form der Schalen lässt zumindest den Gedanken zu, dass die Legende einen wahren Kern hat . Verstehst Du nun, warum manche Männer so versonnen an der Schale nippen?

Und so grüße ich Dich heute vielleicht, mit einem anatomischen Querverweisgedanken :-)

1 Kommentar:

Champagnergenießer hat gesagt…

Eine sehr schöne Anekdote - ab jetzt muss ich beim Nippen an der Champagnerschale wahrscheinlich immer schmunzeln! Aber der wahre Kenner genießt den edlen Tropfen ohnehin eher aus der Champagnerflöte, welche ja von Dom Pérignon entwickelt wurde. Ob diese Form wohl auch solch eine Geschichte hat - man weiß es nicht...