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Aus der Welt des Weins

Wein unter dem Meeresspiegel

Viele haben sicher schon einmal gelesen, dass dann und wann Weine gefunden wurden, die mehrere Jahre in unseren Weltmeeren oder Seen lagerten. Manchmal werden Weine und Schaumweine auch ganz bewusst versenkt, um diese nach einigen Jahren medien- und marketingwirksam teuer zu verkaufen. Interessant daran fand ich schon immer, dass die Weine in aller Regel noch trinkbar waren, wenn sie nicht gerade vor etlichen hundert Jahren versenkt wurden. Viele Weine, die mit Kork verschlossen waren, reiften in den feuchten Tiefen ausgesprochen gut. Sie lieferten somit nebenbei ein Indiz dafür, dass Weine nicht zwingend mit Naturkork verschlossen sein müssen, um perfekt zu reifen. Angeblich sorgt der Naturkork dafür, dass die Weine während der Lagerung noch ein wenig atmen können, aber da unter Wasser bekanntlich nicht wirklich viel Sauerstoff vorhanden ist, kann dieser alte Mythos getrost versenkt werden.

Aber warum nur den Wein unter dem Meeresspiegel lagern und nicht direkt dort anbauen? Ja, ich war mal wieder in den Niederlanden unterwegs und meine Landsleute sind bekannt für verrückte Ideen - und damit meine ich nicht, dass Ausländern in den Coffeeshops kein Gras mehr verkauft wird.  Den Weg kannst Du Dir also sparen, schau Dir lieber die tollen Weingüter in den Niederlanden an, schließlich ist der Genuss von Wein  berauschender, als das Abbrennen von so manchem Gras.

Unter Anderem besuchte ich die Provinz Flevoland und fand dort in der Gemeinde Nordoostpolder das Weingut Maronesse. Hier wird tatsächlich bis zu 5 Meter unter dem Meeresspiegel Wein angebaut. Vernünftigerweise waren die Winzer dort so schlau, dass Wasser über ihren Köpfen und Rebstöcken schon vor etlichen Jahren abzupumpen und neues Land zu gewinnen. Von Weinbergen ist in dieser Gegend natürlich nicht zu sprechen, auch wenn in diesem Sommer in vielen Medien offen darüber nachgedacht wurde, einen 2.000 Meter hohen Berg in den Niederlanden aufzuschütten – na ja, irgendwie musste wohl das Sommerloch in den Medien gefüllt werden. 

Leider hat es in Strömen geregnet, als ich am Wijngaard Maronesse vorbei fuhr, so dass ich offen gestanden zu bequem war, anzuhalten, das Gut zu besichtigen und Fotos zu machen. Daher war ich so frei, die Bilder von der Webseite des Weinguts hier zu verwenden. Auf rund 2 Hektar werden seit 2004 die Rebsorten: Johanitter, Solaris, Regent und Cabernet Cortis angebaut und als Weiß-, Rosé- und Rotwein vinifiziert. Die Jahrgänge ab 2008 sind in kürzester Zeit ausverkauft, so dass deutlich wird, die Weine werden nicht nur zum Spaß angebaut.

Weitere Infos findest Du auf der Webseite des Weinguts.

Kommentare:

Kerbie hat gesagt…

Ein sehr interessanter Bericht, ich selbst wusste gar nicht, das Weine absichtlich unter Wasser liegen und das für ein paar Jahre.
Man lernt nie aus ;-)

Huub Dykhuizen hat gesagt…

So ist das Kerbie, wir lernen nie aus :)

Leo hat gesagt…

Niederländische Weinberge. Ich brech´ zusammen LOL Vielleicht sollten die Holländer versuchen auf Saba Wein anzubauen. Der Mount Scenery gehört sowieso ihnen. Karibischer Wein, direkt aus Hollland. Das wäre eine echte Attraktion :-)

Huub Dykhuizen hat gesagt…

Tja Leo, warte es nur ab - bald bevölkern nicht nur niederländische Skifahrer Eure Berge. Nein, auf den Hütten wird dann auch kein Grüner Veltliner aus der Wachau ausgeschenkt, sondern Rieslinge von sonnigen Hängen der Niederlande!

Leo hat gesagt…

Der liebe Bacchus stehe uns bei LOL

Huub Dykhuizen hat gesagt…

Ach Leo,

ich weiß nicht, ob das Anbeten falscher Götter da wirklich noch hilft ...

Huub