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Aus der Welt des Weins

Das schnelle Weinmärchen

Es war einmal (so fangen Märchen - auch in der Web 2.0 Zeit - voll korrekt an, verstehste?) eine wunderschöne, anmutige und selbstbewusste Weinprinzessin, die in ihrer Prinzessinnenrolle voller Engagement ganz und gar aufging.
(Ich meine damit nicht den aufblühenden Hüftspeck, aus übermäßigem Weinkonsum, der mancher Weinprinzessin nachgesagt wird) ...

Selbstverständlich war sie biodynamisch orientiert, und so ergab es sich quasi von selbst, dass sie unweit des Weinbergs in einem naturbelassenen Biotop - voll Bordelaiser Brühe - einen Frosch erblickte und ihn retten wollte. 
Der Frosch nahm ihre ausgestreckte Hand gern als rettenden Strohhalm an, hüpfte bis zur Schulter ihren Arm hinauf und säuselte ihr ins Ohr: "Eure Traubenhoheit, einst war ich ein erfolgreicher Kellermeisterprinz, bis mich eines Tages ein neureicher Prominenter aus meinem Reich verbannte, mich verzauberte und mich zudem mit dem Fluch belegte, dass ich nur durch den Kuss einer Weinprinzessin erlöst werden könne." (Kurzes Intermezzo: Quaak...) "Bitte, bitte küss mich!" 

Die Weinprinzessin schürzte bereits ihre Lippen, um die arme Kreatur von ihrem Fluch zu erlösen, als sie die weiteren Worte des Frosches vernahm. "Ein Kuss von Dir, und ich werde wieder der umtriebige Kellermeister sein, der ich einst war. Dann, süße Weinmagd, können wir heiraten, den brachliegenden Hof meiner Mutter zum neuen Glanz führen, wo Du ihr und mir die Mahlzeiten bereitest, unsere Wäsche machst, Hemden, Blusen und Strings bügelst, mir einen Sohn und meiner Mutter einen Enkel gebärst und uns Dreien fortan zu Diensten stehst. Na, ist das ein Deal oder ist das kein Deal?"

An diesem Abend saß die Weinprinzessin versonnen lächelnd vor einem Glas Riesling. Sie erblickte (zwar politisch unkorrekt, aber dennoch mit Genuss) ein Paar leckere Froschschenkel auf einem Bett von jungen Weinbergskräutern, spießte sie auf die Gabel und führte sie voller Vorfreude zum Mund...

Und wenn der Frosch nicht gestorben ist ... (okay, dieses traditionelle Ende eines Märchens passt hier nicht mehr so ganz).

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