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Aus der Welt des Weins

WeinClub Mitteldeutschland #2

Am vergangenen Samstag nutzten meine Partnerin und ich die freie Zeit, um die schöne Stadt Dresden zu besuchen. Während unseres Bummels durch die Dresdner Neustadt (die wir nur jedem Dresden-Besucher wärmstens ans Herz legen können) entdeckten wir auf der Bautzner Straße die Weinhandlung Gustav Müller. Wie Du dem Foto entnehmen kannst, sieht das Ladenlokal sehr einladend aus, so dass wir natürlich nicht widerstehen konnten, das Geschäft zu betreten. 


Der ältere Inhaber oder Verkäufer war offenbar gerade damit beschäftigt Weine für seine Kunden in einzelne Kartons zu packen, so dass wir uns das kleine aber wirklich gut sortierte Sortiment zunächst in Ruhe anschauen wollten. Da das Geschäft nicht sehr groß ist, "wuselte" der Mann stets um uns herum, und ich fragte ihn, ob ich ihn vielleicht stören würde. Keine ersichtliche Reaktion seinerseits. Wir schauten weiter und weiter - und auch der Verkäufer/Inhaber "wuselte" weiter und weiter. Dabei mussten wir stets auf ihn Rücksicht nehmen, da er ständig zwischen uns und den Weinregalen umher lief. Uns beachtete er dabei aber durchweg nicht als potentielle Kunden. So fragte er auch nicht ein einziges Mal in rund 10 Minuten, ob er uns helfen könne. Meine Partnerin und ich schauten uns nach einer Weile an, und verließen das Geschäft - erneut keine Reaktion des Verkäufers. Das konnte und wolle ich so nicht stehen lassen. Also öffnete ich nochmals die Tür, schaute ihn an und "bedankte" mich mit den Worten: "Vielen Dank für die tolle Beratung."

Er antwortete natürlich wieder nicht (und war somit zumindest in seiner Ignoranz konsequent. Zweifelhaftes Lob für ihn, nicht wahr?). Vielmehr schaute er mich fragend an, so als wolle er sagen: Was wollen Sie von mir, ich habe doch alles richtig gemacht...

Für mich ist dieser Laden somit keinen Tipp wert! Es mag sein, dass er einen schlechten Tag hatte, oder vielleicht war er an dem Tag auch einfach nur sehr heiser? Kurz nach uns betrat eine andere Frau den Laden, die er offenbar kannte - sie wurde tatsächlich von ihm begrüßt und ich sah ihn, sich rege unterhalten - seine Stimme hatte er also doch nicht verloren...

Hast Du schon ähnliche Geschichten erlebt? Dann immer her damit :-)



Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Herr Dykhuizen,

ich verfolge bereits seit längerer Zeit Ihren Blog und bin sehr angetan von Ihren Beiträgen. Daher erlaube ich mir einmal etwas Kritik zu äußern. Leider erfahre ich nicht welches Angebot an Weinen vorhanden und wie das Preisniveau einzuschätzen ist. Auch enthält der Beitrag keine Informationen darüber, wie der Weinhändler auf konkrete Fragen eingeht. Sie haben ihn schließlich nicht gefragt, daher kann ich seinen verdutzten Blick verstehen. Ihr Beitrag aus der Gourmétage vermittelte einen wesentlich konkreteren Eindruck. Vielleicht geben Sie bei Ihrem nächsten Besuch in Dresden dem Weinhändler eine zweite Chance ;-)



Viele Grüße,
A.B.

Huub Dykhuizen hat gesagt…

Hallo Frau/Herr A.B.

Vielen Dank für Deinen Kommentar und Deine Kritik. Auch Kritik lese ich immer wieder gern - ich bitte sogar ausdrücklich stets um kritische Kommentare, da diese für mich zum Dialog eines Blogs zwingend dazu gehört.

Ich gebe Dir Recht, zu einer umfassenden Beschreibung gehört auch die Vorstellung des Angebots in dem betreffenden Weinhandel. Das von mir bereits als gut sortiertes Sortiment beschriebene Angebot umfasste Weine aus allen Teilen der Welt: so waren Weine aus Deutschland (Weingut Tesch), Frankreich (Leoville-Poyferre und Arrogant Frog), Südafrika (Allesverloren) sowie aus Chile (Montgras) vertreten, um nur einige Bespiele zu nennen. Das Preisniveau war meines Erachtens angemessen, ohne große ersichtliche Ausreißer nach oben oder unten.

Allerdings habe ich von Kundenservice eine gänzlich andere Auffassung. Der Verkäufer sollte zumindest den Eindruck erwecken, ich sei in seinem Geschäft willkommen, und dass ich mich jederzeit an ihn wenden könne, sollte ich Fragen haben. Dies war aber nicht der Fall. Es gab zu keiner Zeit Blickkontakt seitens des Verkäufers. Ganz im Gegenteil. Ständig hatte man das Gefühl, wir stören ihn gerade. Ein kleiner freundlicher Blick von seiner Seite hätte für mich also schon genügt, um eine angenehme Atmosphäre herzustellen. Und ich denke, das ist nicht zu viel verlangt, oder?
Um es zu verdeutlichen: Es ist niemals Aufgabe des Kunden den Verkäufer glücklich zu machen - sondern genau umgekehrt .

Eine zweite Chance? Vielleicht tue ich das sogar… ja, sogar ganz sicher. :-)

Huub
P.S. Im Blog schreibe ich immer per "Du" - verstehe das bitte nicht als mangelnden Respekt vor Deiner Person.

Anonym hat gesagt…

Hallo Herr Dykhuizen,

vielen Dank für Ihre Antwort auf meinen Kommentar.

Viele Grüße,
A.B.

Huub Dykhuizen hat gesagt…

Grundsätzlich sollte mein kritischer Bericht über das Verhalten des Verkäufers für alle Weinfreunde eine Hilfe sein!

Für viele Menschen ist der Gang in ein Weinfachgeschäft mit einer großen Hemmschwelle verbunden, sie fühlen sich auf Grund ihres mangelnden Fachwissens innerlich schon nicht wirklich wohl in ihrer Haut. Wenn dann auch noch ein ignoranter Verkäufer dazu kommt, dann verliert der Weinhandel weitere Kunden...

Aktuelle Marktforschungen belegen deutlich, dass der Weinkauf im Fachhandel rückläufig ist, während der Verkauf bei den Discountern steigt. Kunden müssen ganz offensichtlich gewonnen werden, denn Wein wird ja nun gekauft - aber "leider" beim Discounter und nicht im Fachhandel.

Somit sind alle Weinfachhändler meines Erachtens in der Pflicht, jedem Kunden freundlich gegenüber zu treten und jegliche Scheu zu nehmen.

Ich hoffe, ich konnte meine Einstellung damit noch deutlicher zum Ausdruck bringen?!