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Aus der Welt des Weins

Der "Mythos" Robert M. Parker

Nachdem auch in meinem Blog schon so einiges über Robert Parker und sein 100-Punktesystem zu lesen war, ist es nun an der Zeit ein wenig mehr über ihn zu berichten.

Robert M. Parker (* 23. Juli 1947 in Baltimore, USA) ist studierter Rechtsanwalt. Das machte ihn jedoch nicht weltbekannt. Bekanntermaßen ist er seit über 30 Jahren professioneller Weinjournalist, Autor, Verleger und Weinkritiker. Obwohl Parkers Magazin The Wine AdvocateWine Spectator hat, wurde Parker zum wahrscheinlich wichtigsten Weinkritiker weltweit. Sein Einfluss zur Preisbildung auf dem internationalen Weinmarkt ist von unglaublicher Bedeutung. Bekannt oder berühmt-berüchtigt machte ihn seine 100 Punkte-Bewertungsskala von Weinen. Die Vergabe der Punkte wurde nicht nur zu einem maßgeblichen Faktor für die Kaufentscheidung von Kunden, die den sogenannten Parker Punkten zum Teil blind folgen. Vielmehr bemühen sich viele Winzer, Weine zu produzieren, die Parkers Geschmack treffen und somit hohe Punktzahlen garantieren. Natürlich machen die Winzer das völlig selbstlos und schielen nicht auf mögliche höhere Verkaufserlöse – erwähnte ich schon, dass ich Pinocchios Nase wachsen sehe? eine deutlich geringere Auflage (ein Zehntel) als das renommierte amerikanische Fachblatt

Parker Punkte: Das 100-Punkte-System 
  • 0 bis 50 Punkte: jeder Wein erhält mindestens 50 Punkte, für die Arbeit des Winzers
  • 50 bis 69 Punkte: unterdurchschnittlich bis schlecht 
  • 70 bis 79 Punkte: durchschnittlich 
  • 80 bis 89 Punkte: überdurchschnittlich bis sehr gut 
  • 90 bis 95 Punkte: hervorragend 
  • 96 bis 100 Punkte: außerordentlich
Du solltest Dir immer bewusst sein, dass zwischen 90, 95 und gar 100 Punkten Welten liegen. Die Höchstpunktzahl wird von Parker selten vergeben. Wenn ein Wein die begehrten 100 erhält, dann schießt der Verkaufspreis in weit entfernte Galaxien. Parker bewertet die Weine nach seinem eigenen Spaßfaktor: er bevorzugt die Weine, die ihm am meisten Spaß machen. Gleichzeitig empfiehlt er stets jedem seiner Leser, seine Verkostungsnotizen genau zu studieren.

Über Parker kann man denken was man will. Sein Einfluss ist unbestritten – aber jeder unabhängige und selbstbestimmte Mensch kann jederzeit seinen eigenen 100-Punktewein küren, nicht wahr? Daher sage ich, in Anlehnung an Parkers Spaßfaktor: Entscheide stets selbst, welcher Wein Dir am meisten Spaß macht! 
Ein guter Anhalt sind Parkers Punkte dennoch ohne Zweifel.



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