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Aus der Welt des Weins

Wein aus Strom oder Strom aus Wein?

Das Energieunternehmen Vattenfall pflanzte in Brandenburg 26.000 Rebstöcke an. Allerdings erschließt sich mir noch nicht so genau warum. Denn mit Wein lässt sich sicher kein Kraftwerk betreiben oder Strom gewinnen, oder?

Aber genug der spöttischen Betrachtungsweise. Wende ich mich halt einmal den Fakten zu: In einem ehemaligen Tagebau in der Lausitz entstand in Welzow-Süd mit dem „Weinhang Wolkenberg“ eine der größten Weinanbauflächen Brandenburgs. Allerdings will Vattenfall nach eigener Bekundung mit diesem Weinhang kein neues Geschäftfeld eröffnen. Vielmehr geht es dem Unternehmen darum, eine ehemalige Tagebaulandschaft in eine ökologisch geprägte und nachhaltige Zukunft zu führen.

Der Weinhang weist nahezu optimale Voraussetzungen auf, bzw. die Voraussetzungen wurden künstlich geschaffen. Denn für die Verbesserung der Substrateigenschaften des Bodens wurde ein Mergelgemisch aus Ton, Sans und Schlaff verwendet. Die Reben wachsen nun an einem Hang mit 11 Grad Neigung und Süd-Süd-West-Ausrichtung für beste Sonneneinwirkung.

Insgesamt werden sieben verschiedene Rebsorten angebaut, darunter so weltbekannte Namen wie die zwei Rotweinsorten Rondo und Cabernet Dorsa. Bei den Weißweinen setzt das Unternehmen auf Kernling, Grauburgunder, Weißburgunder, Roter Riesling und Roter Gutedel. Zugegeben: die Rebsorten sind nicht wirklich weltbekannt. Aber dafür wurden sie mit Bedacht für den zukünftigen Pächter (Vattenfall wird somit keinen eigenen Wein produzieren) des Hangs ausgewählt, um unter den gegebenen klimatischen Bedingungen optimal reifen zu können.

Es wird davon ausgegangen, dass die Rebstöcke über einen Zeitraum von über 30 Jahren gute Erträge erzielen werden. Die ersten Weine werden für das Jahr 2012 erwartet. Wir dürfen also eine weitere Weinentwicklung in Deutschland mit Neugier begleiten.

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