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Aus der Welt des Weins

Huub's Empfehlung im Wonnemonat Mai: MontGras Carmenère Reserva 2009

Immer wieder erreichen mich Anfragen zu Einkaufs-Tipps. Welchen Wein würde ich empfehlen und welchen Wein nicht. Bislang habe ich mich mit konkreten Kaufempfehlungen vornehm zurück gehalten. Aber da mir die Themenwünsche meiner Leser wichtig sind (siehe Fragebogen ganz unten rechts auf dieser Seite), gebe ich meine vornehme Haltung auf und stelle Euch heute meine erste Kaufempfehlung vor.
In manchen Filialen der Handelskette Rewe könnt Ihr den tollen chilenischen Rotwein "MontGras Carmenère Reserva 2009" erhalten. Der Preis liegt bei rund 8,00 €/0,75l und bietet meines Erachtens ein gutes Preis-Genuss-Verhältnis.
Fotoquelle: http://www.montgras.cl/english/fotos.htm

Zum Wein selbst: Er läuft nahezu tiefschwarz ins Glas und betört schon in jungen Jahren mit einem geradezu überbordenden Duft von Brombeeren und Pflaumen. Mit jedem Schluck füllt dieser vollmundige Tropfen den Mund aus und offenbart neben diversen Frucht- und Kräuteraromen eine dezente Eichenholznote (9 Monate Reifung in amerikanischer und französischer Eiche). Mir persönlich gefällt seine Komplexität und trotz seines hohen Alkoholgehalts von 14%-vol. erscheint der Wein angenehm ausgewogen.
Nur handverlesenes Rebgut ausgewählter Parzellen gelangt in die MontGras Reservas und sie zählen daher nicht umsonst zu den höchstprämierten Weinen Chiles.

Solltet Ihr den Wein finden, kaufen und trinken würde mich Eure Meinung zu meiner Kaufempfehlung natürlich sehr interessieren. Kommentare sind daher wie immer willkommen. Selbstverständlich freue ich mich umgekehrt auch über Eure Kaufempfehlungen. Also nicht zu schüchtern sein und in die Tasten greifen :-)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

hallo huub,

ich kann Deine vorliebe für diesen wein gut verstehen. für seinen preis von rund 8,00 € ist er wirklich klasse und findet in meinem freundeskreis immer mehr fans.

weiter so - dein blog ist echt klasse!

ophelia...ls hat gesagt…

Hallo Huub,

super Tipp!!!

Ich tu mich ja immer ein bisschen schwer damit, die Geschmacksrichtungen so rauszuschmecken, wie Du sie hier beschreibst.

Deshalb mal mit meinen „komischen“ Worten:

Ich finde, wenn man den Wein trinkt, dann ist einfach was los auf/an Zunge und Gaumen. Meinen Geschmack trifft er, weil er eine Kombination aus Weichheit und Volumen und - ich nenn es mal - Charakter hat. Somit hat man einen schönen Hintergrund aber auch einzelne Komponenten, die für sich stehen.
Lustig finde ich, dass man bei dem Wein, wenn man damit ein bisschen im Mund „spielt“, an unterschiedlichen Stellen unterschiedliche Dinge schmeckt (was genau, sorry, das schmecke ich leider nicht wirklich raus – man möge es mir nachsehen).

Wie auch immer - ich jedenfalls finde ihn ziemlich klasse! Er hat einfach…aehm, nein, man könnte dies auch missverstehen…;-)

LG und allen ein schönes WE

Ophelia

jan_van_holland_hh hat gesagt…

Hallo Huub,

habe den chilenischen Rotwein "MontGras Carmenère Reserva" bei meinem Rewe entdeckt, allerdings den Jahrgang 2008. Hier überwiegen für mich die Pfeffernoten, passte aber hervorragend zu Pasta mit einer würzigen Bolognese.

VG,
jvh
P.S. Viel Erfolg für den EMDM

Miss_Lila hat gesagt…

Hallo an Alle und an Ophelia im Speziellen,

ich muss auch mal meine Meinung kund tun;-) zuallererst einmal: ich habe den „MontGras Carmenère„ noch nicht probiert, bin aber aufgrund von Huub`s Beschreibung und der Kommentare doch neugierig. Wenn mir also jemand einen Tipp geben kann, wo ich den Wein im Hamburger Norden bekomme (der Rewe im Portugiesen Viertel hat ihn nicht) – immer her damit.

@ Ophelia

Als ich Deinen Namen über den Kommentar las, war ich erfreut, fand ich Deine bisherigen Beiträge doch immer sehr interessant und gut. Ich fing also an zu lesen.....und nachdem ich Deine Weinbeschreibung seit letztem Freitag einige Male gelesen habe, will ich mich doch mal dazu äußern:
Dein Kommentar zu dem MontGras ist genau die Art von Weinbeschreibungen, mit denen ich überhaupt nichts anfangen kann und ich würde den Wein daraufhin nicht kaufen.
Wenn ich in einer Weinbeschreibung lesen kann, welche Aromen vorherrschen, diese meinen Geschmack treffen und ich sie dann auch errieche oder erschmecke, der Wein wirklich zu den angegebenen Speisen passte, war es für mich eine gute Weinbeschreibung. Aber ich würde keinen Wein kaufen, weil er „Charakter“ hat – das ist für mich eine Aussage, die jede/r anders interpretiert, da jede/r andere Charaktereigenschaften als erwähnenswert erachtet. Die „Sprache“, die Du zur Beschreibung des Weines nutzt, wirkt auf Menschen, die nicht so viel von Wein verstehen, leicht überheblich und sie können wahrscheinlich nicht nachvollziehen, wovon Du sprichst.

Und zu Deiner Aussage, der Wein schmeckt an unterschiedlichen Stellen im Mund nach unterschiedlichen Dingen: das habe ich bei fast jedem Wein und ich denke, das macht einen guten Wein auch aus!

Ich will Deinen Kommentar nicht „runtermachen“, ich finde es gut, dass Du versucht hast, Deine Eindrücke nieder zu schreiben. Ich weiß nicht, ob ich es besser könnte. Aber ich wollte einfach mal darlegen, was ich als nicht so versierte Weintrinkerin mit einem Kommentar wie Deinem anfangen kann – leider sehr wenig :(.

Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht abgeschreckt ;-).

Liebe Grüße – Miss Lila

ophelia...ls hat gesagt…

Hallo Miss Lila…

erstmal vorweg, nein, Du hast mich nicht abgeschreckt, warum auch? Nur weil Du anderer Meinung bist als ich? Das ist doch gut so und genauso soll es sein. Schlimm, nein, besser…langweilig wäre es, wenn hier alle der gleichen Meinung wären. Oder nicht?

Aber nun zu Deinem Kommentar:

Hast Du schon einmal Jelly Belly Beans gegessen und versucht, den Geschmack herauszufinden? Also, ich ja…und mir passiert es dabei oft, dass mir die Geschmacksrichtung sehr bekannt vorkommt, aber ich trotzdem nicht sagen kann, wonach es schmeckt. Ähnlich ergeht es mir, wenn ich Wein trinke. Und deshalb auch meine laienhafte Beschreibung. Ich verstehe nämlich ebenso nicht viel von Wein, trinke ihn aber trotzdem super gerne und für mich sind die einzelnen Aromen eben sehr schwer auszumachen und zu benennen. Klar kann ich teilweise auf dem Etikett lesen, was ich denn riechen/schmecken sollte oder gegebenenfalls einem/r versierten Weintrinker/In lauschen, und manchmal schmecke ich die beschriebenen Aromen dann auch tatsächlich. Aber eben nicht immer. Und somit ist das, was in Deinen Augen/Ohren als leicht überhebliche Weinbeschreibung rüberkommt, mein kläglicher Versuch, zu beschreiben, wie ich den Wein empfinde. :-)

Weißt Du Miss Lila, ich habe einfach verdammt gestaunt, was ich alles wo und wie erschmecken konnte, als ich den Wein getrunken habe, das habe ich zum Ausdruck gebracht - nicht so gut wie Huub, keine Frage, aber deshalb habe ich wohl auch keinen eigenen Weinblog ;-)

Sag Bescheid, wenn Du im Hamburger Norden keine Flasche bekommst, dann schicke ich Dir einfach eine! :-)

Liebe Grüße

Ophelia

Miss_Lila hat gesagt…

Hi Ophelia,

danke für Deine Antwort ;-). Zunächst einmal: ich bin nicht anderer Meinung, was diesen Wein angeht, da ich ihn bis jetzt noch nicht kenne.
Zu den Jelly Belly Beans: ich weiß was Du meinst, auch ich schmecke zwar etwas heraus, kann aber den Geschmack nicht immer eindeutig zuordnen oder erst dann, wenn ich weiß, nach was sie schmecken sollen. Das war es auch nicht, was mich an Deiner Weinbeschreibung gestört hat. Es waren vielmehr die Worte Volumen, Charakter, Komponenten, schöner Hintergrund. Das sind für mich Ausdrücke, die können alles oder gar nichts bedeuten, je nachdem was der Schreibende oder Lesende damit verbindet.

Ich weiß, dass es schwierig ist, einen Wein zu beschreiben. Ich kann aber mit Worten wie z. B. fruchtig, würzig, holzig einfach mehr anfangen. Da habe ich eine Assoziation oder wie auch immer Du es nennen möchtest, zu. Wenn Huub schreibt, der Wein hat ein Pflaumen- oder Brombeeraroma, dann weiß ich, er wird fruchtig duften. Egal, ob ich nun die Pflaume oder die Brombeere oder im günstigsten Falle beides erschnuppere ;-). Und ich würde mich halt bei Weinbeschreibungen auf diese „greifbaren“ Attribute beschränken.

Also - schön, dass wir uns über Huub`s Empfehlung bzw. Deine Eindrücke austauschen konnten und danke für dein „Lieferangebot“, wenn ich nicht fündig werde, komme ich gerne darauf zurück ;-).
Gruß – Miss Lila

Huub Dykhuizen hat gesagt…

So Mädels - dann mischt sich der Huub einmal in Eure Diskussion ein, auch wenn das normalerweise nicht mein Ansinnen ist.

Jeder Mensch empfindet anders und drückt seine Empfindungen auch anders aus. Dem Einen fließen die Gedanken flüssig, der andere tut sich halt ein wenig schwerer. Aber ist das wirklich wichtig?

Oder um es in diesem Beispiel einmal mit Huub's vergnüglichem Vokabular zu sagen: Der Wein hat "Cojones"! Olè :-)

Henrietta hat gesagt…

Hallo, Ihr Lieben!

Ich habe den Tropfen gestern abend ebenfalls probiert und habe nun einen weiteren Lieblingswein.

Die "Verkostung" mit meiner Freundin war sehr lustig...
Ich bin ja ein absoluter Fan der Aromenbeschreibung auf den Flaschenetiketten. Es ist spannend zu sehen, welche der beschriebenen Aromen tatsächlich bei einem selbst ankommen. Also die Pflaume und die schwarzen Johannisbeeren waren bei uns beiden sofort da. Bis die Röstnoten endlich ankamen, dauerte es noch. Auf der Suche danach sagte meine Freundin nur noch: "der schmeckt waldig... im Abgang"... Also den Wald habe ich nicht geschmeckt (ich würde aber auch keinen grünen Klee erschmecken), allerdings nach dem Schlucken dann endlich die Röstnoten wahrgenommen. Mit der Vanille verhält es sich so wie mit dem Lavendel im Shiraz: sie traute sich einfach nicht zu uns...

Sehr gut finde ich, dass man diesen Wein sowohl solo, als auch zum Essen trinken kann. Da ich fruchtige Weine mag, kommt dieser mit Sicherheit in mein Weinregal.
Um es abschließend mit den Worten meiner Freundin zu sagen:"Dat is'n lecker Tröpfchen..."