Aktuelle WeinPresse

[WeinPresse] [grids]

Aktuelles WeinFlüstern

[WeinFlüstern][grids]

WeinWissen

[WeinWissen][grids]

WeinFreunde

[Gastbeitrag][grids]

Verkostungsnotizen

[Verkostungsnotizen][grids]

Aus der Welt des Weins

Der Einfluss der bayerischen Zenzi auf Wein

Für all diejenigen Weinfreunde, die schon immer einmal wissen wollten, woher der bayerische Name "Zenzi" stammt, habe ich ein klein wenig onomastisch recherchiert. Ono...was? Onomastik ist die Lehre von der Namenforschung bzw. Familiennamenforschung - wusstest Du das etwa nicht? Aber ich will nicht weiter abschweifen und Dein Wissen oder nicht vorhandenes Wissen zum Thema machen *grins.

"Zenzi" ist die Koseform des weiblichen Namens "Kreszenz" und leitet sich vom lateinischen "crescentia" (Wachstum oder Aufblühen) ab. Für die Weinwelt hat crescentia bzw der Name "Kreszenz" eine weitere Bedeutung: früher war Kreszenz eine gängige Bezeichnung für naturreinen Wein. Sprich: der Most durfte während der Herstellung nicht mit Zucker angereichert werden, um so den Alkoholgehalt des Weins im Rahmen der Gärung zu erhöhen. Die Bezeichnung "naturrein" ist seit der Weingesetz-Novelle von 1971 in Deutschland und Österreich jedoch verboten, die Aufzuckerung des Mostes zur Alkohol-Erhöhung ist hingegen weiterhin gültig.

Allerdings wird der Name Kreszenz heute noch immer umgangssprachlich für hochwertige Weine verwendet. Denn die französischen Begriffe "Cru" (= Gewächs) und Grand Cru (= großes Gewächs) leiten sich sozusagen von unserer bayerischen Zenzi bzw. Kreszenz ab.

Du solltest Dich bei Deinem  Frankreichurlaub aber davor hüten, einen Grand Zenzi zu bestellen...

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ja, sage einmal - wo hast Du denn dieses Wissen schon wieder ausgegraben? Es macht immer wieder Spaß Deinen Blog zu lesen.

Servus - der WeinToni von der Alm

Theo hat gesagt…

Bitte mal aus "Gewäschs" das richtige machen ;-)

Huub Dykhuizen hat gesagt…

Danke für den Hinweis, Theo.
Der Fehler ist bereinigt.