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Aus der Welt des Weins

Parker Punkte & Marketingtricks

Immer wieder sehe ich tolle Hochglanzbroschüren, aufwendig gestaltete Verkaufskataloge sowie Weinbeschreibungen in Weinhandlungen, die sich in einem Punkt gleichen: sie bewerben Weine mit Parker Punkten oder anderen tollen Auszeichnungen. Grundsätzlich ist die Angabe solcher Bewertungen nicht verwerflich: Allerdings ärgert es mich maßlos, wenn Händler ihre Weine mit Parker-Punkten oder anderen Bewertungen bewerben, die für vorherige Jahrgänge eines Weins gelten. Wein ist ein Naturprodukt, das jedes Jahr unterschiedlich ausfällt. Verweise auf zurückliegende Glanzleistungen sind somit in meinen Augen bewusste Irreführungen der Weinkäufer. Ein Wein, der in 2008 hervorragende Bewertungen erhielt, muss diese in 2009 nicht erneut erhalten haben. Vielmehr kann er deutlich schlechter oder aber auch besser ausfallen; aber dann würden die Händler mit den aktuellen Bewertungen werben. Oftmals ist dem Text nicht zu entnehmen, welcher Jahrgang eines Weins, die angepriesene Bewertung erhielt, das  ist für mich dann ein Marketingtrick der übelsten Sorte. Daher rate ich jedem mit offenen Augen die Verkaufsprospekte und Auszeichnungen zu lesen, um Fehlkäufe zu vermeiden.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit solchen Bewertungen gemacht? Auf eine rege Diskussion freut sich

Euer Huub

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Mir ist das ebenfalls schon einige Male passiert und ich fühlte mich vom Händler betrogen. Weiß jemand, ob das eventuell sogar unlautere Werbung ist, wenn mit alten Bewertungen für einen Wein geworben wird?

Peter hat gesagt…

Hallo zusammen,

nun möchte ich mich ebenfalls einmal an einem Kommentar versuchen. Mir ist es auch schon passiert, dass mir ein Wein empfohlen wurde, der von dem besagten Robert Parker 93 Punkte erhalten hat. Allerdings erhielt nicht der von mir gekaufte Jahrgang 2006 diese Punkte, sondern ein Wein aus dem Jahr 1990! Damals stellte ich den Händler zur Rede, aber der wollte sich auf keine weiteren Diskussionen einlassen. Schade für ihn, denn nun kaufe ich meine Weine bei seinem Konkurrenten im Ort.

Katharina hat gesagt…

Gestern kaufte ich den südfranzöischen Rotwein: Mythique, da auf dem Verkaufsdisplay ganz prominent mit den Parker Punkten geworden wurde. Dort stand Schwarz auf Orange: 87-93 Punkte. Bislang hatte ich mir nichts dabei gedacht, da Parker schon des Öfteren solche "Von - Bis Bewertungen" veröffentlich hat (wenn auch nicht in dieser großen Breite von 7 Punkten). Danke Huub, dass Du mir die Augen geöffnet hast. Es ist in der Tat ein fieser Marketingtrick - ich muss schließlich nun davon ausgehen, dass der von mir gekaufte aktuelle Jahrgang wahrscheinlich eine schlechtere Bewertung erhielt oder noch nicht bewertet wurde.

Anonym hat gesagt…

Parker Punkte und Marketingtricks passt wie die Faust aufs Auge.
Nicht weil vielleicht andere Jahrgänge verkauft werden als Bewertet, sondern weil Parker und alle anderen Punktetreiber nichts anderes als Marketing sind.
Wirklich gut oder sogar besser als viele der unbewerteten Weine sind diese auch nicht, zumindest im kleineren Punktebereich bis 92.
Ich habe z.b. bei unbewerteten spanischen Weinen bisher bessere Erfahrungen machen können als bei denen die ach so tolle 91PP hatten.